Der Spreizfuss - Pes transversoplanus

Mögliche Ursachen:
Konstitutionelle Bindegewebeschwäche. Überhöhte Vorfussbelastung durch zum Beispiel unzweckmäßig geformtes Schuhwerk, hohe Absätze, Übergewicht, berufsbedingte Überbelastung durch langes Stehen. Der Spreizfuss ist außerdem eine Folgeerscheinung beim Hohlfuss, Knick-Plattfuss oder Polyarthritis.

Im allgemeinen kommt der Spreizfuss nicht allein vor, sondern zusammen mit einer Fussdeformität, wie dem Knick-Plattfuss oder dem Hohlfuss. Andererseits kann gerade der Spreizfuss vorwiegend oder allein die Ursache von Fußbeschwerden sein, was dann auch bevorzugt zu behandeln ist.

Man unterscheidet den passiv zu korrigierenden Spreizfuss von dem kontrakten Spreizfuss. Das Tiefertreten der Mittelfussköpfchen 2,3 und 4 führt zur Abflachung des Quergewölbes und einem Auseinanderweichen der Mittelfussstrahlen. Der Vorfuss verbreitert sich. Die Zugrichtung der an den Zehen ansetzenden Sehnen verändert sich, ein Muskelungleichgewicht tritt ein und Deformitäten der Zehen sind die Folge: Hallux valgus, Hammerzehen , Krallenzehen, Schwielenbildung und Druckproblematik unter den Mittelfussköpfchen 2, 3 und 4.

Versorgung:
Schuheinlagen mit einer guten Spreizfusspelotte in Verbindung mit einer Schuhzurichtung (Schmetterlingsrolle) ist in den meisten Fällen eine gute Möglichkeit zur Schmerzlinderung. Beim kontrakten Spreizfuss wird gebettet und entlastet. Ein Korrekturdruck wird hier nicht vertragen und hat wenig Wirkung.

Veränderungen zum Normalfuss:

  • Quergewölbe abgesenkt
  • Hallux Valgus
  • Hammerzehenbildung
  • leichte Hohlfusskomponente

Funktionseinschränkung oder Verlust:

  • schmerzhafte Abrollung
  • Schonhaltung

Zielsetzung:

  • Entlastung des Vorfusses
  • Druckumverteilung
  • normales Gangbild
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