Der Hohlfuss - Pes excavatus

Kennzeichnend für den Hohlfuss ist eine Überhöhung des Inneren und äußeren Längsgewölbe in unbelasteten sowie belastetem Zustand. Das Fersenbein steht in Steilstellung und supiniert. Der Auftrittswinkel des ersten Mittelfussknochens wird dadurch größer. Damit der Vorfuss Bodenkontakt erfahren kann, muß er sich im pronatorischen Sinne drehen und sich nach plantar bewegen. Vor und Rückfuß sind gegeneinander abgeknickt. Durch die zunehmende Verdrehung des Fusses kommt die Großzehenbeere unter der Sohlenebene heraus.

Durch die Pronation Aufdrehung des Vorfusses, tritt der Großzehenballen tiefer und wird zur Hauptbelastungsfläche des Vorfusses. Zehenveränderungen in Hammer und Krallenzehen prägen sich langsam aus und unter den Mittelfussköpfchen entstehen Schwielen und Hornhautstellen. Die Dorsalextension ist durch die Lageveränderung des Talus eingeschränkt. Das Fersenbein befindet sich in Steilstellung. Großer Auftrittswinkel des 1 Mittelfussknochens, Zehendeformitäten. Der Gang wird stampfend und unelastisch.

Versorgung:
Stufen – Einlagen zur Streckung des Längsgewölbes. Die Einlagenversorgung beim teilkontrakten Hohlfuss des Erwachsenen kann nach dem Prinzip der Hohlfussversorgung erfolgen. Aufgrund der fixierten Fehlform ist die Einlagenversorgung jedoch nicht auf Korrektur ausgerichtet. Entsprechend sollte die gut anmodellierte Einlage einen stützenden Effekt haben. Dadurch ist es möglich, an den Auflagestellen der Einlagen Last zu übernehmen und die im Sinne einer dynamischen Fehlform zu entlasten. Gegebenenfalls kann zusätzlich eine gezielte Entlastung von schmerzenden Fussregionen vorgenommen werden. So können zum Beispiel an bestimmten Druckpunkten, etwa im Ballenbereich, zusätzlich Polster eingearbeitet werden. Bei extrem ausgeprägten Fehlformen ist eine Schmerzlinderung und Belastungsnormalisierung oft nur durch eine Fussbettung möglich. Ausnehmunngen und Polsterungen können so viel effizienter eingearbeitet werden.
Ursache:
Als Ursache kann eine Spastische oder schlaffe Lähmung in Frage kommen, welche auch vererblich ist.

Veränderungen zum Normalfuss:

  • starkes Längsgewölbe
  • Steilstellung der Mittelfussknochen
  • starke Belastung der Mittelfussknochen 1-5
  • hoher Spann
  • der hintere Fußhebel ist verkürtzt
  • schlanke Ferse mit starker Fersenrundung
  • Hallux Valgus

Funktionseinschränkung oder Verlust:

  • kein Fersenauftritt
  • Abstoßung eingeschränkt
  • oberes Sprunggelenk (OSG) eingeschränkt

Zielsetzung:

  • Entlastung des Vorfusses
  • Druckumverteilung
  • Verbesserung der Abwicklung
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