Fussschmerzen
Liste von Fussfehlstellungen

Fussschmerzen bzw. Schmerzen im gesamten Bewegungsapparat können vielerlei Ursachen haben. Auf der Suche nach der Ursache sollte stets der gesamte Körper in Betracht gezogen werden. Da die Nervenbahnen sich durch den gesamten Körper ziehen und Muskeln immer ein Teil einer Muskelkette sind, können auch Fußschmerzen durch Ursachen einer anderen Körperregion ausgelöst werden.

Hier finden Sie eine Auflistung vorkommender Fussfehlstellungen, die zu Fussschmerzen führen:

Der Spreizfuss - Pes transversoplanus

Mögliche Ursachen:
Konstitutionelle Bindegewebeschwäche. Überhöhte Vorfussbelastung durch zum Beispiel unzweckmäßig geformtes Schuhwerk, hohe Absätze, Übergewicht, berufsbedingte Überbelastung durch langes Stehen. Der Spreizfuss ist außerdem eine Folgeerscheinung beim Hohlfuss, Knick-Plattfuss oder Polyarthritis.

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Der Hallux Valgus

Der Hallux Valgus (Ballenzeh) gehört zu den häufigsten Fehlstellungen in der Bevölkerung. Meist in Verbindung mit einem Senk-Spreizfuss charakterisiert er sich durch das Abkippen der großen Zehe im Grundgelenk in Richtung kleine Zehen. Dazu kommt häufig noch die Innenrotation der Zehe. Durch die Fehlbelastung im Gelenk beginnt sich das Grundgelenk athrotisch zu verändern und wird schmerzhaft. Der Hallux Valgus resultiert aus einem Muskelungleichgewicht im Fuß, wobei die große Zehe in Richtung der kleinen Zehen gezogen wird.

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Der Hohlfuss - Pes excavatus

Kennzeichnend für den Hohlfuss ist eine Überhöhung des Inneren und äußeren Längsgewölbe in unbelasteten sowie belastetem Zustand. Das Fersenbein steht in Steilstellung und supiniert. Der Auftrittswinkel des ersten Mittelfussknochens wird dadurch größer. Damit der Vorfuss Bodenkontakt erfahren kann, muß er sich im pronatorischen Sinne drehen und sich nach plantar bewegen. Vor und Rückfuß sind gegeneinander abgeknickt. Durch die zunehmende Verdrehung des Fusses kommt die Großzehenbeere unter der Sohlenebene heraus.

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Der Hackenfuss - Pes calcaneus

Beim Hackenfuss ist die Ferse steil bodenwärts gedreht, so dass die Gelenkfunktion des oberen Sprunggelenks stark beeinträchtigt wird. Der Fussrücken liegt beim Neugeborenen fast an der Unterschenkel Vorderseite an. Bei Neugeborenen ist oft ein spontaner Rückgang der Fehlbildung zu beobachten.

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Die Beinlängendifferenz

Bei jeder Beinlängendifferenz ist eine Beinträchtigung der gesamten Körperstatik nicht auszuschließen. Je nach Größe und Art der Beinlängendifferenz können Wirbelsäule, Hüfte, Knie, und Sprunggelenk, sowie das Gehen erheblich beeinträchtigt werden. Bevor bei einer Beinlängendifferenz ausgeglichen wird, ermittelt der Arzt genau den Grund der Differenz. Dabei wird unterschieden in funktionelle Beinlängendifferenz und in eine anatomische Beinlängendifferenz.

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Verletzungen des Sprunggelenks

Bei verspätetem Einsetzen der fusseigenen Stützmuskulatur, zum Beispiel beim unerwarteten Umknicken müssen die Kapseln und Bänder am Sprunggelenk die gesamte einwirkende Kraft tragen. Ist die einwirkende Kraft zu groß, entstehen kleine Mikrorisse bzw. Verletzungen im Kapselapparat wie zum Beispiel Stauchungen oder Distorsionen. Ein extremes Umknicken kann die Kapsel reißen lassen und das vordere Außenband wird durchtrennt. Bei 70% der Bandrupturen handelt es sich um das vordere und bei ca.25% um das hintere Außenband. Das hintere Außenband ist jedoch nur selten betroffen. Ein Umknicken nach innen und eine damit mögliche verbundene Verletzung des Innenbandes kommt sehr selten vor. Bei diesen Verletzungen treten oft Risse in den Bandverbindungen und zwischen Schien- und Wadenbein auf. Ebenso sind Brüche des Außenknöchels nicht auszuschließen. Das typische Inversionstrauma mit Bandlässion entsteht in der Regel bei 20°-30° Plantarflexion.

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