Die Weichpolstereinlage ist ein Überbegriff für Einlagen, vorwiegend aus weichen Materialien gefertigt, wie EVA oder Purschäume. Sie korrigieren oder betten den Fuß in einer sanften Weise, sodass Muskeln in Ihrer Arbeit kaum beeinträchtigt werden. Die Härte der Polstermaterialien ( Shor-Härte ) variieren von 18 Shor - 45 Shor und werden je nach Krankheitsbild und Fehlstellung gewählt. In manchen Ausführungen beinhaltet die Einlage im Rückfußbereich eine zusätzliche Versteifung, welche den Vorteil hat, dass dünner gearbeitet werden kann und der Schuh nicht ganz "einlagengerecht" sein muss.
Die Weichpolstereinlage wird heutzutage vorwiegend über Rohlinge gefertigt, oder CAD Fräßtechnik, nach Abdruck des Fußes, welcher auf verschiedenste Weisen genommen werden kann. ( Schaum / Scan /Blauabdruck ) Dabei variieren die Preise von der Standardkassenversorgung bis zum Hightecheinlagenformat des Privatleistungskataloges.
Dem Kassenprodukt liegt die Grundversorgung zugrunde, dies bedeutet, nicht mehr als nötig. Dagegen beinhaltet die Privateinlage die Spezialausarbeitung und Nachbetreuung des Orthopädieschuhmachermeisters sowie Neuerungen des Marktes, welche noch nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen etabliert sind.
Was sind Ihnen Ihre Füße wert?
Die Weichpolstereinlage ist ein ausgleichendes Element mit orthopädischer Zielsetzung, die nachträglich zur individuellen Anpassung in den Konfektionsschuh eingearbeitet wird. Da die Weichpolstereinlage durch das Polster aufträgt, muss der Schuh ausreichend Platz bieten, um Linderung des Problems zu erfahren. Die Weichpolstereinlage kann entlasten, stützen, betten sowie korrigieren und findet in abgeänderter Weise auch im sportlichen Bereich ihren Einsatz, siehe Sporteinlage.
Die Weichpolstereinlage findet in folgenden Bereichen Anwendung:
- Haltungsschäden
- Fehlstellungen der Füße
- Diabetes
- Rheuma
- Spreizfuß/Metatarsalgie
- sonstige Fehlstellungen
Die Weichpolstereinlage findet Anwendung bei allen entzündlichen Prozessen des Fußes, welche durch Weichpolsterung der Fußsohle und Entlastung bzw. Stützung gezielter Punkte Schmerzlinderung erfahren können.
Um einen reibungslosen Ablauf der Rezeptabwicklung zu gewährleisten, sollte das Rezept idealerweise ausführlich beschrieben sein. Hier ein Beispiel, wie so etwas aussehen könnte:
1 Paar Weichpolstereinlagen nach Formabdruck, oder nach dynamischer Fußdruckmessung + Diagnose. Zusätze wie Fersenspornausdehnung oder Punktentlastung spezieller Regionen sollten immer mit aufgeführt sein.

